Freitag, 19. August 2011

eingemachtes


"Früher warst du wie perfekt, der Mittelpunkt auf Erden,
jetzt verliert es an Wert, von dir begehrt zu werden."

Die Leute mit denen ich Anfang des Jahres noch richtig gut klar kam, entwickeln sich langsam aber sicher zu himmellosen Arschgeigen. Jeder kennt jeden; jeder macht was mit jedem. Das standart-mäßige klar kenn ich die/den geht mir langsam auf die Ketten. Das hat überhaupt nichts mehr damit zu tun, dass es nicht cool ist, wenn man sich in einer Clique geborgen fühlt - so wie in einer großen Familie. Im Grunde genommen geht es doch lediglich darum, dass man irgendwann nicht mehr weiß, wer einem wirklich richtig nahe steht und dass man den Überblick über den eigenen Freundeskreis verliert. Aus der Perspektive haben viele Facebook sicherlich auch noch nicht betrachtet; man kommt mit Leuten in Kontakt, von denen man früher nie was wissen wollte.
Wenn man den Verlust eines richtig guten Freundes leicht wegstecken kann, erspart man sich 'ne ganze Menge Stress und Wut, die man versucht an irgendwas - oder irgendwem auszulassen, was oft unfair und scheiße ist. Die Momente in denen dir jeder grundlos doof kommt und du jeden ankackst, ohne dass er dir wirklich etwas getan hat. Auf niemanden ist mehr Verlass und wenn du wirklich Jemanden brauchst, stehst du alleine da. Klingt alles totaaaal depri und unschön aber entspricht im Endeffekt nur dem, was ich die letzten Monate über erlebt und festgestellt habe.
Ich will mich nicht mehr zusammenreißen und sagen "Ja, ist schon okay dass du jetzt die neue beste Freundin von meiner ehemaligen sogenannten besten Freundin bist. Ich komm komplett gut damit klar." weil ich es hasse zu lügen und mir Dinge zu verkneifen, die mir danach tagelang im Kopf rumnerven. Ich hasse es einfach. Genauso hasse ich alle Pseudo-Blogs und deren Besitzer; ich hasse den ganzen mainstream-Wahn was Musik und Kleidung angeht und ich hasse es, wenn 13-14 jährige Kinder 'nen riesigen Hype um Bands oder Interpreten machen, deren Namen sie vor zwei Wochen nicht einmal kannten. Wir leben alle so hart aneinander vorbei. Jede Kritik die man jemandem entgegenbringt wird sofort als Lästern abgetan; man kann nicht einmal mehr seine Meinung sagen ohne deswegen sofort dumm angemacht zu werden, oder 'ne riesen Meute von Leuten gegen sich zu haben, die sich dazu berufen fühlen, die Person verteidigen zu wollen, gegen die man sich geäußert hat. Vollkommen krank das Ganze.
Ich will 'ne Person sein, die nicht so ist wie alle anderen. Und ich will Freunde haben, die wissen woher sie kommen und was sie wollen; die 'nen eigenen Kopf haben und gegen den Strom schwimmen egal in welchem Zusammenhang. Ich will das was ich denke offen sagen dürfen und mir meine Wochenenden auch mal für Ruhe und mich selbst verplanen. Ich will nicht immer auf Achse- und jedes Wochenende besoffen sein. Ich will einfach noch genießen, dass ich in 2 Wochen erst 16 werde und bis dahin noch überhaupt keine Verpflichtungen habe. Ich will das Genießen genießen. Genießen als Abwechslung und nicht als Grundlebenseinstellung. Ich will den Wert einer durchtanzten Nacht mit einer guten Freundin, - oder den Geschmack von Döner nach 4 Wochen verzichten niemals vergessen. Denn das ist es, was meiner Meinung nach die kleinen Dinge im Leben ausmacht. Nicht das pausenlose Feiern, nicht die 500 Freunde, nicht der Alk, die Kippen und die Eltern die einem alles durchgehen lassen - sondern die Ausnahmen, die einen glücklich machen.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen