Sonntag, 21. August 2011

"Eine Frau ist nur gut, wenn du sie im Griff hast."

http://www.youtube.com/watch?v=Dq0VtpxLfl8

"Sich-im-Griff-haben" ist eine Sache, über die ich die letzte Nacht viel nachgedacht habe. Der oben stehende Link zeigt ein Video, in dem amerikanische Forscher testen wollten, wie weit wir Menschen in der Lage sind zu gehen, wenn wir die einzig Überlebenden eines Virus sind, der die Menschheit binnen weniger Tage fast gänzlich ausgerottet hat. In wieweit wir in der Lage sind unsere Unterkunft, unsere Nahrung und unsere Sicherheit zu verteidigen; auf engstem Raum miteinander auszukommen und - was für mich persönlich am meisten Grund dafür wäre, mich für ein solches Experiment niemals zur Verfügung zu stellen - wie lange wir es aushalten, ohne unsere Familien, Freunde und Gewohnheiten zu leben. Wenn wir alles aufgeben müssen, bloß um zu überleben.
Mag sein dass es alles nur klingt wie Humbuk und dass man sich im Grunde genommen überhaupt keine Sorgen über den Ausbruch eines solchen Virus machen müsste - jedoch gibt es so endlos viele Krankheiten die noch nicht normal medikamentös geheilt werden können und es bereitet mir einfach Sorge, wenn ich darüber nachdenke, wie viel grade mit solchen Gefahren experimentiert wird. Wer weiß was noch alles für Seuchen auftauchen, wenn ich so alt bin wie meine Eltern jetzt. Vielleicht werde ich an irgendeinem Fieber sterben, was es so - ohne Paarung mit anderen Erregern - niemals gegeben hätte. Ich hab einfach Angst davor, auch wenn es noch so weit entfernt aussieht. Zwischen Amerika und Europa liegt ja glücklicherweise immer noch extreeeem viel Wasser, was für so 'ne Sache eigentlich ein unüberwindbares Hindernis darstellen müsste.



Zurück zum "sich-im-Griff-haben":
Ich meine - es gibt so viele Möglichkeiten für aggressive oder unkontrollierbare Menschen, sich therapieren zu lassen oder einfach abzureagieren. Was wäre, wenn das alles aus irgendeinem Grund bei uns allen nicht mehr anschlagen würde? Wenn wir den Ausrastern unserer Mitmenschen schutzlos ausgeliefert sind und nicht die Chance haben, uns zu verteidigen? Was ist, wenn wir irgendwann über alles nicht mehr demokratisch abstimmen können?, Wenn die Demokratie vollkommen den Bach runter geht? Sind wir dann schlicht und einfach am Arsch - oder gibt es noch Hoffnung dass wir klar einsehen, dass es nun an uns liegt, ob Frieden herrscht oder Krieg? Wie gesagt ich hab echt Angst davor. Ich will nicht wissen was passieren kann, wenn wir niemanden mehr haben würden, der uns - mehr oder weniger - "anführt", oder wenn die Regeln außer Acht gelassen werden, die es uns eigentlich ermöglichen, einigermaßen gut miteinander auszukommen. Ob Menschen, wenn sie nicht unter Beobachtung und Regeleinfluss stehen, zu abartigen Bestien werden, die sich am liebsten gegenseitig zerfleischen würden, nur um 'ne Machtposition zu erlangen, oder ob sie ihren gesunden Menschenverstand nicht verlieren und weiterhin wissen, wie sie sich zu verhalten haben ohne Chaos zu stiften. Ich weiß nicht einmal wie ich reagieren würde; wie lange ich mich unter Kontrolle hätte. Würde ich an so 'ner Sache wie The Colony teilnehmen, hätte ich vermutlich schon nach etwas mehr als einer Woche komplett ins Gras gebissen oder den Verstand verloren. Mir ist Zivilisation und gutes Miteinander so unglaublich wichtig - ich reg mich ja schon auf, wenn sich an der Kasse jemand vor mich drängelt.

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