"doch ich brauche keinen Freund, keinen Passagier;
hinter uns die Schatten, die wir zielsicher werfen,
die Vergangenheit an der wir unsere Blicke schärfen-
mein Blick ist scharf und schutzlos wie kein zweiter.,
Da draußen seh ich Mittelstreifenstriche verstreichen,
sie folgen einander um einander zu gleichen,
Ich weiß nicht wie weit noch und weniger wie weiter."
Du musst dir Ziele setzen um erfolgreich zu sein - das ist ein uraltes Erfolgsrezept. Und solange sich deine Ziele vorerst auf Dinge konzentrieren, die materiell oder käuflich sind, bzw. beeinflussbar sind, musst du dir eigentlich keine Sorgen machen, dass du nicht bekommst was du willst.
Anders aber ist es doch, wenn du versuchst Streit zu schlichten oder einen Konflikt aus der Welt zu schaffen der vielleicht sogar in deiner eigenen Familie besteht. Was ist, wenn du mit deinem Stiefvater nicht zurecht kommst, der mit dir unter einem Dach wohnt und dem du nicht aus dem Weg gehen kannst, wie es dir grade passt? Betrachtest du ihn dann als Problem, welches man ignorieren kann oder gehst du zielstrebig auf ihn zu und konfrontierst ihn mit den Sachen, die dich an ihm stören? Wohl kaum. Es ist die Angst vor den Folgen; den Konsequenzen die es haben könnte, wenn du richtig handfesten Stress mit einem deiner Familienmitglieder anfängst. Denn grade das sind die Personen, denen du am allerwenigsten aus dem Weg gehen kannst, wenn es wirklich drauf ankommt.Wie im letzten Post erwähnt, hasse ich es, das was ich denke und fühle zu unterdrücken um jemanden nicht zu verletzten oder jene Konsequenzen zu umgehen, mit denen ich nicht umgehen will bzw. kann.
Er freut sich, wenn ich nicht da bin und ich freue mich, wenn er nicht da ist.
Man könnte meinen, in bestimmter Hinsicht kann man mit einer Person auf diese Art und Weise extrem friedlich zurechtkommen, aber es ist meist doch schwieriger als jemanden schlicht und einfach zu ignorieren. Was ist, wenn man sich beispielsweise gar nicht wirklich ignorieren will? Oder man ist einfach zu feige, um den ersten Schritt zu machen - schließlich ist er der Erwachsene und er müsste sich für die Worte entschuldigen, die er mir gegenüber verwendet.
"Das beruht alles auf Gegenseitigkeit!",
hat eine Freundin von mir mal gesagt; und sie behielt Recht. Wir sind alle selbst dafür verantwortlich, wie friedlich es in unserem Umfeld abläuft. Ob wir jedes Wort auf die Goldwage legen und uns wegen jeder Kleinigkeit aufregen. Wir müssen uns vorher überlegen, mit wem wir uns anlegen und wen wir nicht verlieren wollen, wenn es hart auf hart kommt und man uns im Affekt vor die Entscheidung stellt. Viele der Sätze, die man im Streit raushaut, tun dem Gegenüber unendlich weh und sind schwer verzeihlich. Andersrum verzeihen wir jedoch genauso kritisch und wollen vorher immer genauestens abtesten, ob man es wirklich ehrlich mit uns meint.Eine natürliche, emotionale Schutzfunktion des Menschen, die er nur schwer abschalten oder kontrollieren kann. Es geht um das Wesentliche, was ja bekanntlich für die Augen unsichtbar ist. Es geht um das Denken, bevor man spricht und handelt. (thinking before acting, unter dem Titel steht mein zweiter Blog) Wir sind alt genug, um zu wissen was wir tun. Denn ich bin es leid immer wieder die Frage stellen zu müssen: "Wieso hast du ihr/ihm das verziehen? Du weißt schon was er/sie dir angetan hat? Oder sehe ich das wieder zu eng?" - jeder ist seiner Glückes Schmied - und nach dem Motto sollte man jeden einzelnen seiner Tage auf der Erde leben. Hat auch gar nichts mit Christlichkeit zu tun, oder dass man seinen Nächsten lieben soll. Klar sollte man das; aber ich bin nicht gläubig.
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